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Österreichisches Freilichtmuseum Stübing

Einhof Saeuerling (40)

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Einach a.d. Mur (Oberes Murtal)

Errichtet: vermutlich 15. Jahrhundert
Übertragungsjahr: 1964
 
Im Wohnteil ist die historisch besonders bedeutsame Rauchstube mit den kleinen gestaffelten Fenstern
erhalten geblieben und vermittelt mit ihrer sehr urtümlichen Doppelfeuerstätte noch eine mittelalterliche Wohnatmosphäre. Der Rauch der Feuerstätte entweicht über das Vorhaus durch zwei an der Giebelseite des Hauses angebrachte schlotartige Rauchabzüge ins Freie. Ein Kachlstübl, Schlafräume im Obergeschoß und ein eingebauter Speicher im Dachraum zählen noch zum Raumprogramm des Wohnhauses. Im Stübl wurde eine Schusterwerkstatt eingerichtet, wie sie noch um die Mitte des 20. Jahrhunderts auf dem Lande vereinzelt zu finden war. Im Stall gibt es neben den Ständen für Rinder und Pferde einen Umlaufstall für Jungvieh, einen Schweine- und einen Schafstall.
Die Konstruktion des steilen mit Lärchenbrettern gedeckten Daches entspricht einem Pfettenstuhldach. Dabei werden die schrägen Dachhölzer, die „Rofen“, durch einen aus Pfetten, Stuhlriegeln und Stuhlsäulen gezimmerten „stehenden Stuhl“ gestützt.

Herd und Ofen des

Herd und Ofen des "Säuerling"

Wohn- und Wirtschaftsteil dieses einst hoch über dem Murtal gelegenen Einhofes sind in der Firstrichtung unter einem gemeinsamen Dach aneinandergereiht, wobei es zu keinem baulichen Zusammenschluss der beiden Baukörper Wohnhaus und Stadel gekommen ist. Beide Hofelemente stoßen stumpf aneinander und werden nur durch eine gemeinsame Dachkonstruktion im Bereich der Mauerbank miteinander verbunden.

Das zweigeschossige, giebelseitig erschlossene Breitgiebelhaus weist als Typus schon in die salzburgische und kärntnerische Nachbarschaft. Die Geschichte des in seinem originären Zustand erhaltenen Hofes reicht bis in die Zeit der späten hochmittelalterlichen Besiedelung zurück. Die im Dachstuhl erkennbare Jahreszahl 1751 verweist auf einen sekundären Ausbau des Gehöftes. Der in überkämmtem Blockbau gezimmerte Einhof zeigt nur im Stallteil eine jüngere Vermauerung.


Säuerling" mit Getreidekasten      

Im Wohnteil ist die historisch besonders bedeutsame Rauchstube mit den kleinen gestaffelten Fenstern
erhalten geblieben und vermittelt mit ihrer sehr urtümlichen Doppelfeuerstätte noch eine mittelalterliche Wohnatmosphäre. Der Rauch der Feuerstätte entweicht über das Vorhaus durch zwei an der Giebelseite des Hauses angebrachte schlotartige Rauchabzüge ins Freie. Ein Kachlstübl, Schlafräume im Obergeschoß und ein eingebauter Speicher im Dachraum zählen noch zum Raumprogramm des Wohnhauses. Im Stübl wurde eine Schusterwerkstatt eingerichtet, wie sie noch um die Mitte des 20. Jahrhunderts auf dem Lande vereinzelt zu finden war. Im Stall gibt es neben den Ständen für Rinder und Pferde einen Umlaufstall für Jungvieh, einen Schweine- und einen Schafstall.
Die Konstruktion des steilen mit Lärchenbrettern gedeckten Daches entspricht einem Pfettenstuhldach. Dabei werden die schrägen Dachhölzer, die „Rofen“, durch einen aus Pfetten, Stuhlriegeln und Stuhlsäulen gezimmerten „stehenden Stuhl“ gestützt.