St. Nikolai im Sölktal (Ennstaler Baugruppe)
Errichtet: 16. Jahrhundert
Übertragungsjahr: 1964
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Das zweigeschossige Wohnhaus des Laarer-Hofes ist ein Rauchstubenhaus, das in überkämmtem Blockbau errichtet wurde und durch einen von Traufe zu Traufe durchgängigen Hausgang erschlossen wird. Der Hauptraum des Hauses ist eine großräumige Rauchstube mit allen Kriterien dieser hochmittelalterlichen Wohnform. Wie bei den meisten Rauchstubenhäusern gibt es auch beim Laarer die geteilte Stubentür, deren obere Hälfte geöffnet werden kann, um für einen besseren Rauchabzug zu sorgen, ohne die am Herd stehende Bäuerin der vollen Zugluft auszusetzen. Diese geteilte Tür ist uns aus dem Märchen Der Wolf und die sieben Geißlein bekannt. Der Feuerhut der Doppelfeuerstätte ist hier, wie beim Murtaler Gehöft, gemauert und als Kogl ausgebildet. |
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| In der Rauchstube gegenüber liegt eine Kachelstube, die hier schon im 18. Jahrhundert eingerichtet wurde und den Hausbewohnern rauchfreie Wärme bot. Im Obergeschoß befinden sich Schlafräume.In der oberen Kachelstube trägt der Trambaum die Jahreszahl 1721 und die Initialen M.E., die auf den Besitzer Matthias Engelhardt hinweisen, der den Laarerhof ausbaute. Diese Tramrose wurde zum Emblem des Österreichischen Freilichtmuseums. Das an den Giebeln abgewalmte Schersparrendach ist ortsüblich durch einen Schneestuhl verstärkt und mit Scharschindeln gedeckt.
[ Vgl. V.H. Pöttler, Das Rauchstubenhaus Laarer im Österreichischen Freilichtmuseum. (=Schriften und Führer Nr. 8), Stübing 1981.] |





