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Österreichisches Freilichtmuseum Stübing

Brechelhütte (16)

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Baierdorf bei Anger (Steiermark)

Errichtet: 19. Jahrhundert
Übertragungsjahr: 1966

Die typisch oststeirische Anlage wurde noch in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts von fünf Bauern zum Flachsbrecheln benutzt. In der in Blockbau gezimmerten Kammer wird der Flachs gedörrt.
Die Hitze hiefür liefert der aus Bruchsteinen gemauerte, unter der Kammer liegende Ofen. Vor der Dörrkammer befindet sich der Arbeitsplatz.

Die gesamte Anlage wird durch ein steiles, über den Arbeitsplatz vorgezogenes, strohgedecktes Satteldach geschützt, um die Arbeit auch bei Schlechtwetter zu ermöglichen.

Der in der Kammer gedörrte Flachs wird mittels der scherenartigen Brecheln gebrochen. Dabei werden die Stengel der Flachspflanzen aufgefasert und von den holzigen Teilen getrennt. Das dabei gewonnene Werg (Werch) wird dann durch die Flachshechel gezogen, wobei man die feinen Fasern gewinnt, die nun zu Leinen verarbeitet werden können.
Brechelhütte mit Dörrofen, Dörrkammer und überdachtem Arbeitsplatz
 Brechelhütte  (Dörrofen, -kammer, überdachter Arbeitsplatz)