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Freilichtmuseum Stübing

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Eggartsberg bei Geistthal (Weststeirische Baugruppe)

Errichtet: 16. Jahrhundert
Übertragungsjahr: 1971 
 

 Das zweigeschossige Wohnhaus ist über einem in Bruchsteinmauerwerk errichteten Erdgeschoß in überkämmtem Blockbau gezimmert. Das noch aus dem 16. Jahrhundert stammende Haupthaus wird in seinem Grundriss durch die große Rauchstube, das geräumige Vorhaus, die „Labn“, und durch zwei Kammern bestimmt. Im Jahre 1728 errichtete Urban Schratter den Quergiebel (Wiederkehr), in dem eine Kachelstube eingerichtet wurde.

Im Erdgeschoß sind ein Keller und ein kleiner Stall untergebracht. Schlaf- und Vorratsräume gibt es im Obergeschoß.

Der „Großschrotter“ ist ein klassischer Vertreter jenes Hoftypus, der einst die weststeirische Landschaft zwischen der Gleinalpe bis zur Landesgrenze prägte.

Rauchstubenhaus mit
Rauchstubenhaus mit "Wiederkehr"     

 

 

Der traufseitige Eingang führt in die „Labn“. Die ganze westliche Giebelseite nimmt die über 54 m² große Rauchstube ein. Die aus Herd und Ofen bestehende Doppelfeuerstätte prägt die Atmosphäre dieses Raumes, in dem gekocht, gebacken und gegessenwurde und in dem sich das Beisammensein der bäuerlichen Großfamilie abspielte. In der Außenecke steht der Esstisch. Aber auch die Wiege für den Kleinsten und ein Bett für kranke Hausgenossen stehen hier. Von der „Labn“ gelangt man über das Gangl in die Kachelstube, die eine wesentlich bessere Wohnqualität bot als die urtümliche Rauchstube. Hier gab es mehr Licht und im Winter rauchfreie Wärme.

Das steile Schersparrendach ist mit so genannten „Schieferschindeln“ aus Fichtenholz gedeckt.


[Vgl. Pöttler, Viktor H.: Der „Groß-Schrotter“ im Österreichischen Freilichtmuseum. Stübing 1978 (Schriften und Führer; Nr. 6)]

Offener Herd mit
Offener Herd mit "Kesselreid'n"

 

Öffnungszeiten 2010

1.4. - 31.10., täglich 9-17 Uhr
Montag geschlossen

1.5-15.9. auch montags offen

T +43 (0) 3124 53 700
service@freilichtmuseum.at