Die Stiftung Österreichisches Freilichtmuseum
1962 wurde das Österreichische Freilichtmuseum nach Jahrzehnte langen Bemühungen in ganz Österreich und der Aufforderung des International Councils Of Museums/Unesco (1956) an alle Länder ein zentrales Freilichtmuseum zu errichten, auf Anregung des Landes Steiermark durch einen Beschluss der österreichischen Bunderegierung unter Federführung des damaligen Unterrichtsministers
DDr. Heinrich Drimmel, der auch die Präsidentschaft übernahm, gegründet. Fünf Ministerien und alle neun Bundesländer stimmten der gemeinsamen Gründung des Vereines "Österreichisches Freilichtmuseum in Stübing bei Graz" zu und übernahmen dessen Trägerschaft. Die damaligen Erwartungen für den Endausbau lagen bei rund 35 Objekten.
1970 wurde das Österreichische Freilichtmuseum durch den damaligen Bundespräsident Franz Jonas mit rund 32 Objekten eröffnet.
1986/87 entschieden Bund und Länder, das besondere gesamtösterreichische Kulturgut "Österreichisches Freilichtmuseum" mit 72 originalen, historischen Bauten in eine gemeinnützige Stiftung nach dem Bundesstiftungs- und -fondgesetz umzuwandeln und damit unter den besonderen Schutz der Republik zu stellen. Die Trägerschaft liegt seither Kraft ihres Amtes bei fünf Bundesminstern und allen neun Landeshauptleuten, die als Kuratoren der Stiftung die Verantwortung für diese für Österreich einzigartige Kultureinrichtung tragen. (Organigramm_Stiftung)
2010 Das Österreichische Freilichtmuseum zählt mit 97 historischen Originalbauten zu den größten zentralen Freilichtmuseen Europas, ist die nationale Verbindungsstelle der Association of European Open Air Museums /ICOM/UNESCO in Österreich und wurde in Fach- und versierten Besucherkreisen wiederholt als "das schönste Freilichtmuseum Europas" bezeichnet.
Trotz seiner Erfolgsgeschichte und Organisationsform leidet diese einzigartige Kultureinrichtung Österreichs im europäischen und nationalen Vergleich unter einer extremen, seine Existenz gefährdende Unterfinanzierung.
Rund 50% des Jahrebudgets werden durch Eigeneinnahmen abgedeckt, was weit über dem österreichischen Durchschnitt liegt.





