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Brechelhütte, Baierdorf bei Anger, Steiermark

Nummer: 16
Errichtet: 1808
Übertragungsjahr: 1966

Die typisch oststeirische Anlage wurde noch in den 1950er Jahren zum Flachsbrecheln benutzt. In der in Blockbau gezimmerten Kammer wurde der Flachs gedörrt. Die Hitze dafür lieferte der aus Bruchsteinen gemauerte Ofen. Vor der Dörrkammer befand sich der Arbeitsplatz.

Für die Arbeit bei Schlechtwetter wird d
ie gesamte Anlage durch ein steiles, über den Arbeitsplatz vorgezogenes, strohgedecktes Satteldach geschützt. Der in der Kammer gedörrte Flachs wurde mittels der scherenartigen Brechel gebrochen. Dabei wurden die Stengel der Flachspflanzen aufgefasert und von den holzigen Teilen getrennt. Das dabei gewonnene Werg (Werch) wurde dann durch die Flachshechel gezogen. Daraus  gewann man die feinen Fasern, die zu Leinen verarbeitet werden konnten.