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Rauchstubenhaus Sallegger Moar, Sallegg bei Birkfeld (Steiermark)

Nummer: 29
Errichtet: 1409 / 1775
Übertragungsjahr: 1963

Die Geschichte des „Sallegger“ Hofes reicht bis in das Jahr 1409 zurück. Im Jahr 1775 erhielt das Wohnhaus seine heutige Form. Das eingeschossige Gebäude mit Stroh bedeckt ist im Wohnbereich in überkämmtem und verzinktem Blockbau errichtet. Der Wirtschaftsteil des Hauses mit Keller und Stall ist aus Bruchsteinen gemauert. Den Hauptraum des Hauses bildet die völlig erhaltene Rauchstube, die als Koch-, Ess- und Wohnraum diente. Bett und Wiege erinnern daran, dass hier auch die Kleinkinder und Kranken betreut wurden. In der Steige unter der Sitzbank fanden auch die Hühner ihr Nachtquartier.
Die typische Doppelfeuerstätte besteht aus dem offenen Herd und dem damit verbundenen Ofen, der zum Kochen und Backen diente und überdies im Winter Wärme spendete.
Ein baldachinartiger Feuer- oder Funkenhut überdacht den offenen Herd und nimmt Funken und Rauch des Herd- und Ofenfeuers auf. Da der Rauch durch den Funkenhut wegen Feuergefahr nicht abziehen darf, quillt er in die Rauchstube, erfüllt das obere Viertel des Raumes, zieht durch eine über der Stubentür liegende Rauchluke in den hölzernen Rauchschlot und so ins Freie. Über dem Stübl ist ein Vorratsraum eingebaut, der von außen über eine Stiege erreichbar ist. Schlafräume gab es noch unter Dach.