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Bundwerkstadel, Flauring (Tirol)

Nummer: 76
Aufgebaut: 1994 (Originalnachbau)

Da das Original des Stadels steht unter Denkmalschutz steht und war eine Übertragung ins Freilichtmuseum nicht möglich.

In der bäuerlichen Landwirtschaft wurde der Bundwerkstadel im Erdgeschoß als Stall und im Obergeschoß als Scheune und Tenne genutzt. Aufgrund seiner Konstruktion ist der Bundwerkstadel der Ständerbauweise zuzuordnen. Die Hölzer der Holzkonstruktion sind durch Kopfbänder mittels Schlitz, Zapfen und Holznagel verbunden und bilden das Gerüst des Obergeschosses.

Um die an der Giebelseite weit über die Dachfläche vorragenden Pfetten zu stützen, wurden verschiedene Verstrebungen in Form von Kopfbändern, Säulen, Andreaskreuzen und Querriegeln in den Pfettenbereich des Giebels eingebaut. Die schlichten Kanthölzer der Giebelverstrebungen erhielten durch Ziehmesser und Stemmeisen verschiedene Profilierungen, wodurch Funktion und Zierart im Bundwerkgiebel zur harmonischen Einheit wurden. Das Wesen des Baustoffes Holz und die Funktion der verschiedenen Gefügeteile blieben dabei erhalten. Das flachgeneigte Pfettendach ist mit Legschindeln gedeckt.

Im Erd- und im Obergeschoß des Stadels ist die Schausammlung "Bäuerliche Fahrzeuge und Arbeitsgeräte" untergebracht.