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Säuerling, Einach an der Mur (Steiermark)

Nummer: 40
Errichtet: 1581
Übertragungsjahr: 1963

Der Wohn- und Wirtschaftsteil dieses Einhofes werden durch die gemeinsame Dachkonstruktion verbunden, während zwischen den Bauteilen eine klare Konstruktionstrennung besteht. Die historisch bedeutsame Rauchstube mit kleinen gestaffelten Fenstern vermittelt mit ihrer sehr urtümlichen Doppelfeuerstätte noch eine mittelalterliche Wohnatmosphäre. Der Rauch der Feuerstätte entweicht über das Vorhaus durch zwei an der Giebelseite des Hauses angebrachte schlotartige Rauchabzüge ins Freie. Im Wohnbereich befinden sich ein Kachlstübl, Schlafräume im Obergeschoß und ein eingebauter Speicher im Dachraum. Im Stübl wurde eine Schusterwerkstatt eingerichtet, wie sie bis in die 1950 er Jahre zu finden war. Im Stall gibt es die Stände für Rinder und Pferde, den Umlaufstall für Jungvieh, einen Schweine- und einen Schafstall.
Die steile Dachkonstruktion (Lärchenbretter) entspricht einem Pfettenstuhldach. Dabei werden die schrägen Dachhölzer, die „Rofen“, durch einen aus Pfetten, Stuhlriegeln und Stuhlsäulen gezimmerten „stehenden Stuhl“ gestützt.
Wohn- und Wirtschaftsteil dieses Einhofes sind in Firstrichtung unter einem gemeinsamen Dach aneinandergereiht. Wohnhaus und Stadel stoßen stumpf aneinander und werden nur durch eine gemeinsame Dachkonstruktion miteinander verbunden. Die Geschichte des Hofes reicht bis in die Zeit der späten hochmittelalterlichen Besiedelung zurück.