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Weingartenhaus, Tieschen bei Bad Radkersburg (Steiermark)

Nummer: 28
Errichtet: 1551
Übertragungsjahr: 1963

Das urkundlich erstmals 1564 erwähnte Bauwerk hat seinen mittelalterlichen Charakter bewahrt. Das Haus ist aus grob behauenen Eichenhölzern in überkämmtem Blockbau und in einer Bohlenständerbauweise errichtet. Das lang gestreckte, archaisch wirkende Gebäude vereint in der Firstrichtung Stube, Pressraum und Kellerräume.

Es ist ein klassisches Beispiel für eine bestimmte Holzbauweise, die mehrere eigenständige Raumelemente durch ein gemeinsames Dach zu einem Bauwerk vereinigt. Da mit den Eichenhölzern kein eng verfugter Blockbau erreicht werden konnte, wurden bei der Stube die Zwischenräume von Zimmerungskranz zu Zimmerungskranz mit einem Lehm-Häckselgemisch abgedichtet.

Das Scherenjochdach, ortsüblich Rafendach genannt, ist in seiner Altform erhalten geblieben und mit Stroh gedeckt. Das Tieschener Weingartenhaus hat die Kuruzzeneinfälle des Jahres 1706 überstanden und diente seinen Besitzern bis zum Jahre 1964 zum Keltern und Lagern des Weines.