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Sennhütte vom Durlaßboden bei Gerlos (Salzburg/Tirol)

Nummer: 71
Errichtet: 1899
Übertragungsjahr: 1964

Die Almhütte musste im Jahre 1966 dem Bau des Gerlos-Stausees weichen. Sie ist ein aufschlussreiches Beispiel für die bäuerliche Almwirtschaft, wie sie in weiten Teilen Salzburgs und im Tiroler Unterland betrieben wurde. Die dreiräumige im Blockbau errichtete Hütte ist giebelseitig erschlossen. Im Hauptraum befinden sich die gemauerte Feuerstätte mit dem Überhängkessel für die Fettkäserei und der Tisch mit dem Käsereifen für die Formung der frischgeschöpften Käselaibe. Aber auch eine Käsetrage für den Transport der Käselaibe, ein Butterrührkübel, Käsetücher, Holzschüsseln u.a.m. sind zu finden.
In der zweiten Außenecke dieses Raumes steht ein offener Herd für die Zubereitung der täglichen Mahlzeiten. Im hinteren Teil der Hütte liegen zwei Kammern. Die eine diente als Milchkammer, in der zweiten wurde Käse bis zum Transport ins Tal gelagert. Über eine Leiter erreicht man die über der Käsekammer die Schlafstelle, die ortsüblich Schlenner genannt wird.